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Lesedauer 8 Min.

Leserwahl: Das ist der beste Smartphone-Hersteller

Der Seriensieger Samsung gewinnt auch 2026 die Leserwahl zum ­besten Hersteller. Bei den Verfolgern Xiaomi und Google gibt es einen Platztausch und den Absturz von Traditionsmarken.
Leserwahl Handy-Hersteller 2026
© Telecom Handel

An Samsung kommt auch 2026 keiner vorbei: Die Koreaner gewinnen schon zum siebten Mal in Folge die Leserwahl zum besten Handy-Hersteller und halten die Konkurrenz auf Distanz. Dahinter kann eine erstarkte Xiaomi wieder an Google vorbeiziehen, während Apple auf dem vierten Platz wie schon im Vorjahr das Siegerpodest knapp verpasst.

Die insgesamt 451 teilnehmenden Händler konnten dieses Jahr 15 Hersteller bewerten – genauso viele wie im Jahr 2025. Berücksichtigt werden nur Hersteller, die eine gewisse Präsenz im deutschen Markt zeigen und auch über den Fachhandel verkauft werden. Nicht mehr der Fall ist das bei Asus, da sich der Hersteller auf sein wichtigeres PC-Geschäft konzentrieren will und keine neuen Smartphones mehr nach Deutschland bringt. Neu am Start in einer Leserwahl ist dagegen Nothing: Das erst vor wenigen Jahren gegründete Unternehmen fällt durch ungewöhnlich designte Smartphones auf und spricht vor allem jüngere Kunden an. Bei dieser ersten Leserwahlteilnahme reicht das immerhin zu einem soliden Platz im Mittelfeld. Bei einem weiteren Hersteller hat sich der Name verändert: HMD bietet seine Hardware jetzt unter der eigenen Marke an, da die Lizenz für die Nutzung der Marke Nokia ausläuft. Die Zahl der Wertungen bleibt mit 15 dieses Jahr unverändert. Wie gewohnt ergibt sich die Gewichtung dieser Kategorien für die Berechnung der Gesamtnote aus den Antworten der Teilnehmer auf die Frage nach ihren Prioritäten bei der Beurteilung der Leistungen eines Herstellers.

Gesamtergebnis
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Zur Wahl standen auch die besten Smartphones in drei Preiskategorien und der Favorit bei den Tablets. Dabei dominieren Samsung und Apple: In der Einsteigerklasse wiederholen die Koreaner mit dem Galaxy A17 den Sieg des Vorgängers, ebenso in der Mittelklasse mit dem Galaxy A56. Die Oberklasse war traditionell in der Hand von Apple, doch mit der Galaxy-S25-Serie, deren Nachfolger bereits vorgestellt wurde, kann Samsung dieses Jahr knapp am iPhone 17 vorbeiziehen. Bei den Tablets liegt dagegen schon seit Jahren das iPad Pro vor Samsungs S-Klasse an der Spitze. Doch auch andere Hersteller sind erfolgreich, etwa Xiaomi mit dem zweiten Platz in der Einsteigerklasse und dem dritten Platz bei den Tablets. Motorola schafft es nach vielen Jahren erstmals wieder mit zwei Modellen der Edge-Serie unter die Favoriten, und Google erreicht mit dem Pixel 9a den zweiten Platz in der Mittelklasse.

Die beliebtesten Smartphones
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Die beliebtesten Smartphones und Tablets
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Die Produkte selbst sind ein Grund für den Erfolg der Koreaner, der andere ist die seit Jahren starke Leistung in fast allen Wertungskategorien. Das bringt eine Gesamtnote von 2,23, die etwas schlechter als im Vorjahr ist. Doch der Abstand zum neuen Zweiten Xiaomi ist mit 0,24 Punkten komfortabel. Insgesamt gewinnt der Elektronikriese wie im Vorjahr in sechs Kategorien und ist auch in den anderen Wertungen meist in der Spitzengruppe zu finden. Lediglich die Margen, bei denen es wieder nur für den neunten Platz reicht, sind vielen Händlern beim Marktführer offenbar zu niedrig.

Nachdem im Vorjahr Google zum zweiten Mal den zweiten Platz erreichen konnte, hat dieses Jahr Xiaomi wieder die Nase vorn. Die Chinesen sind für viele Händler vor allem in den unteren Preisklassen eine wichtige Alternative zu Samsung, bei den teureren Geräten werden sie aber nur selten genannt. Xiaomi gewinnt mit den Garantieleistungen und den Margen zwei Wertungen, nachdem es im Vorjahr noch drei waren: Beim Preis-Leistungs-Verhältnis erobert Motorola die Krone von Xiaomi. Doch sonst zeigt der Hersteller über die Kategorien durchgängig gute Leistungen.

Die Prioritäten des Fachhandels
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Nachdem es für Google bei den drei bisherigen Leserwahlteilnahmen viele Erfolge gab, geht es dieses Jahr mit dem dritten Platz erstmals einen Schritt zurück. Die Note verschlechtert sich um 0,16 Punkte recht deutlich und Google gewinnt wieder keine Wertung. Vor allem bei den Margen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis ist noch Luft nach oben. Sonst werden die Pixel-Smartphones des Web-Riesen aber von den Händlern gut bewertet; das Produkt ist also stimmig. 

Das gilt auch für Apples iPhones, die sehr gut beurteilt werden. Dass die Kultmarke nicht die Rückkehr unter die besten drei schafft, liegt eher an fachhandelsnahen Kategorien wie den Margen und dem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis der Geräte, die mit letzten Plätzen bestraft werden. Bei dem stark polarisierenden Ergebnis gibt es aber auch wie im Vorjahr sechs Siege in Einzelwertungen, darunter ist wieder die wichtige Kategorie für die Fehleranfälligkeit.

Die wichtigsten Features
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Hinter dem Quartett an der Spitze tat sich in den Vorjahren eine deutliche Lücke auf, doch diese hat der Fünftplatzierte Motorola fast geschlossen. Die Verbesserung der Note um 0,24 Punkte ist der größte Fortschritt im Teilnehmerfeld, dazu konnte nach vielen Jahren mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis erstmals wieder eine Wertung gewonnen werden. Auch die beiden Platzierungen von Smartphones der Edge-Serie bei den Favoriten sind ein Zeichen, dass es bei der Lenovo-Tochter weiter aufwärts geht. In den meisten Wertungen erreicht Motorola das vordere Mittelfeld, ausgeprägte Schwächen zeigen sich nicht.

Doch es gibt noch einen weiteren ambitionierten Verfolger: Mit einer um 0,11 Punkte verbesserten Note springt Honor vom achten auf den sechsten Platz. Die Chinesen sind vor allem mit einem dritten Platz beim Preis-Leistungs-Verhältnis stark und ansonsten gut im Mittelfeld platziert. Lediglich bei den Margen ist noch deutlicher Luft nach oben. 

Kategorien 1

Die jeweils drei besten Hersteller in den Einzelkategorien

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Den guten siebten Platz vom Vorjahr kann Emporia verteidigen, auch wenn sich die Note leicht verschlechtert hat. Die beiden Konkurrenten im Segment für die älteren Zielgruppen, Doro und Beafon, konnten erneut auf Distanz gehalten werden. Stark sind die Österreicher wie im Vorjahr als Zweiter bei den Margen, für die stabile Preispolitik und die Garantieleistungen gibt es wieder dritte Plätze. Bei der Versorgung mit Demo- und Vorführgeräten fällt Emporia allerdings vom dritten auf den sechsten Platz zurück, und auch bei der Fehleranfälligkeit reicht es nur für das hintere Mittelfeld.

Einst gewann Sony mit seiner im Fachhandel starken Marke diese Wahl, doch die Japaner stürzen jetzt ab: Die Verschlechterung der Note um 0,23 Punkte ist der deutlichste Rückschritt im Feld und bedeutet Platz acht statt Platz sechs. Auch einen Podestplatz gibt es im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr. Besonders schlecht wird wieder das Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem vorletzten Platz beurteilt. 

Auf Platz neun kommt dieses Jahr der einzige Newcomer: Nothing erhält im Durchschnitt die Note 3,13 und legt damit einen soliden Einstieg hin. In ihren Kommentaren wünschen sich mehrere Händler eine stärkere Präsenz der jungen Marke im Fachhandel, was auch an den Smartphones liegt, die sich von der Konkurrenz optisch abheben. Kritisch werden vor allem die Margen und die Reparaturabwicklung beurteilt.

Kategorien2

Die jeweils drei besten Hersteller in den Einzelkategorien

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Bei der Note auf der Stelle tritt dieses Jahr Doro, was den zehnten Platz bringt. Die Schweden, die von Xplora übernommen wurden und dort weiter das Segment für die älteren Zielgruppen bedienen sollen, zeigen ein solides Ergebnis. Das Highlight ist erneut der dritte Platz bei den Margen, ansonsten liegen sie in den meisten Wertungen hinter dem Konkurrenten Emporia, aber vor Beafon. Vor allem das Design und die Ausstattung der Smartphones schneiden dürftig ab, was aber auch durch das Segment bedingt ist, in dem andere Werte zählen.

Neben Sony findet sich mit Huawei ein weiterer ehemaliger Leserwahl-Gewinner im Abseits. Seit die Chinesen vor nunmehr sieben Jahren mit einem US-Embargo belegt wurden, bieten sie weiter auch ohne Google-Dienste und 5G tapfer Smartphones in Deutschland an. Bei den Leserwahlen bringt die Note 3,31 zwar nur noch den elften Platz, doch zumindest ist der freie Fall der Vorjahre gestoppt. Vor allem das Image mit einem vorletzten und die Bedienbarkeit der Geräte mit einem letzten Platz werden dabei schlecht beurteilt.

Kategorien3

Die jeweils drei besten Hersteller in den Einzelkategorien

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Dritter der Spezialisten für Seniorengeräte ist wie im Vorjahr Beafon. Die Österreicher fallen wieder hinter Huawei zurück und erreichen nur noch den zwölften Platz. Während sie bei den Margen als Fünfter noch gut abschneiden, kassieren sie bei der Ausstattung der Geräte und für deren Design letzte Plätze.

Als HMD Global vor zehn Jahren mit einer Lizenz für die Marke Nokia auf dem Handy- und Smartphone-Markt an den Start ging, räumten viele dem Hersteller gute Chancen ein. Doch so richtig wollten sich die Verkäufe nicht entwickeln und die Traditionsmarke brachte auch nicht den erhofften Imageschub. Nachdem diese Lizenz ausläuft, tritt man unter der Marke HMD an. Bei der Leserwahl brachte die Strategie noch keine großen Fortschritte, denn es reicht dieses Jahr nur zu einem drittletzten Platz. Das ist aber immerhin eine Position besser als im Vorjahr, und auch die Note hat sich minimal verbessert. Schlecht sind vor allem die letzten Plätze bei der Fehleranfälligkeit der Geräte und der Reparaturabwicklung. 

Auch um die deutsche Traditionsmarke Gigaset steht es gemäß den Ergebnissen der Leserwahl nicht gut. Das Unternehmen, das von VTech übernommen wurde, sucht in einem schwierigen Smartphone-Markt immer noch seine Nische – das Konzept, über „Made in Germany“ zu verkaufen, war offenbar weniger erfolgreich. Den vorletzten Platz bei der Leserwahl gibt es vor allem, weil Gigaset Schlusslicht bei der Innovation ist und auch mit seiner geschrumpften Produktpalette hinter der gesamten Konkurrenz liegt.

Kategorien4
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Die rote Laterne trägt zum vierten Mal in ­Folge der chinesische Hersteller ZTE, der in Deutschland auch teilweise mit seiner höher positionierten Marke Nubia auftritt und hier ­eine etwas unklare Strategie fährt. Beim Image, der Marketingunterstützung, der Nachhaltigkeit, der Preisstabilität und der Versorgung mit Demogeräten hagelt es letzte Plätze.

Insgesamt haben die Teilnehmer der Leserwahl vieles an den Herstellern und ihren Produkten gelobt, doch generell fielen die Noten dieses Jahr für die Mehrzahl der Anbieter schlechter aus als in den Vorjahren. In den Kommentaren wurden immer wieder fehlende Innovationen, die Käufer wieder locken könnten, moniert. Auch der Umgang und die Fairness gegenüber dem Fachhandel – zum Beispiel die preisaggressive Konkurrenz durch direkte Vertriebskanäle - waren kritisch eingeschätzte Themen bei den Resellern.

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