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Lesedauer 6 Min.

2G-Abschaltung: Das Ende der alten Netze

Erst MMS, dann 2G: Inzwischen haben alle deutschen Netzbetreiber ihre Pläne für die Abschaltung der veralteten Technologien im Mobilfunk veröffentlicht. Das hat Konsequenzen für den Handel.
Mobilfunkmast von O2
© Telefónica Deutschland

Mit Telefónica Deutschland hat jetzt auch der letzte deutsche Netzbetreiber angekündigt, die 2G-Technologie in seinem Netz in der zweiten Jahreshälfte 2028 abzuschalten. Auch bei einem Dienst von gestern haben die Münchner nachgezogen: Zum 1. Juli dieses Jahres ist die MMS dort ebenfalls Mobilfunkgeschichte. Damit folgt O2 dem Beispiel von Vodafone, wo der Multimedia Messaging Service schon im Januar 2023 eingestellt wurde, sowie der Telekom und 1&1, die vor kurzem das Aus zum 30. Juni 2026 angekündigt hatten.

Die Marke O2 führte MMS im November 2002 ein. In den Folgejahren entwickelte sich der Service zu einem Experimentierfeld für neue mobile Dienste. Angebote wie „MMS to Postcard“ machten aus einer digitalen Nachricht eine physische Postkarte; bei „MMS to Sticker“ wurde das Handy-Foto zur Stickerkarte. Mit der wachsenden Verbreitung von Kamerahandys etablierte sich MMS als Übertragungsweg für Urlaubsfotos, Geburtstagsgrüße oder spontane Schnappschüsse unterwegs. Mit dem Siegeszug der Smartphones und der darauf installierten Messenger wie WhatsApp in den 2010er-Jahren wurden aber auch bei O2 immer weniger MMS verschickt, so dass der Dienst heute nach mehr als 20 Jahren überflüssig ist.

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