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Lesedauer 3 Min.

Xiaomi eröffnet zweiten Store in Eigenregie

Mit einem neuen Standort in Köln baut Xiaomi seine eigene Retail-Präsenz in Deutschland aus. Der Store folgt auf Essen und bestätigt den vorsichtigen Einstieg des Herstellers in selbst betriebenen Einzelhandel.

Blick in den neuen Xiaomi Store im Rhein-Center Köln-Weiden: Auf rund 89 Quadratmetern präsentiert der Hersteller sein Produktportfolio und setzt dabei auf das Ökosystemkonzept „Human x Car x Home“

© (Quelle: Xiaomi)

Xiaomi hat in Köln seinen zweiten selbst betriebenen Store in Deutschland eröffnet. Der neue Standort befindet sich im Rhein-Center in Köln-Weiden und ergänzt den ersten eigenen Shop im Essener Limbecker Platz, der im September nach einer Testphase offiziell eröffnet wurde.

Der Kölner Store umfasst 89 Quadratmeter und zeigt das komplette Xiaomi-Portfolio: Smartphones, Wearables, Fernseher, Haushaltsgeräte, Saug- und Wischroboter sowie E-Scooter. Wie bereits in Essen steht dabei das Ökosystemkonzept „Human x Car x Home“ im Mittelpunkt, das die Verzahnung der unterschiedlichen Produktkategorien demonstrieren soll.

Mit dem neuen Standort setzt Xiaomi seine schrittweise Retail-Strategie fort. Hanson Han, Country Manager von Xiaomi Deutschland, ordnet den Ausbau so ein: „Mit dem Store in Köln macht Xiaomi den zweiten Schritt in Richtung einer umfassenderen Einzelhandelsstrategie, die auch andere deutsche Städte umfassen wird. Wir sehen großes Potenzial in der Verbindung von Online- und Offline-Erlebnis.“

Tatsächlich markiert der Kölner Store keinen Neustart, sondern die konsequente Fortsetzung eines bereits eingeschlagenen Kurses. Während frühere Xiaomi-Stores in Deutschland zwar unter der Marke firmierten, aber von Partnerunternehmen betrieben wurden, kontrolliert Xiaomi seine aktuellen Standorte erstmals selbst. Der Essener Store war dabei bewusst als Trial angelegt, um Erfahrungen mit Fläche, Sortiment und Betrieb zu sammeln.

Vorsichtiges Vorgehen statt Flagship-Offensive

Die Wahl der Standorte unterstreicht diesen vorsichtigen Ansatz. Statt großflächiger Flagship-Stores in klassischen Metropolen setzt Xiaomi bislang auf mittelgroße Flächen in stark frequentierten Einkaufszentren. So hält der Hersteller das wirtschaftliche Risiko überschaubar und gewinnt zugleich direkte Kontrolle über Markenauftritt, Preisgestaltung und Kundenerlebnis.

Für den Fachhandel ist diese Entwicklung ambivalent. Eigene Stores erhöhen die Sichtbarkeit der Marke und machen das breite Produktportfolio erlebbar, sie verschieben aber auch das Kräfteverhältnis zwischen Hersteller und Handel. Noch bleibt Xiaomis Retail-Offensive überschaubar. Ob sie über einzelne Standorte hinausgeht, dürfte davon abhängen, wie erfolgreich Essen und Köln wirtschaftlich funktionieren.

Zur Eröffnung des Kölner Stores bietet Xiaomi zeitlich befristete Sonderaktionen an, darunter Rabatte auf aktuelle Smartphone-Modelle sowie stark vergünstigte Bundle-Produkte. Solche Aktionen dienen vor allem dazu, Frequenz zu erzeugen und das neue Store-Konzept bekannt zu machen.

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