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Lesedauer 3 Min.

Amazon liefert erstmals außerhalb der USA per Drohne aus

Von einer Basis in Nordengland aus beliefert Amazon im nahen Umfeld Kunden jetzt auch im regulären Betrieb per Drohne. Auf diese Weise sollen die Waren maximal 60 Minuten nach der Bestellung dort sicher landen.
Amazon-Drohne MK30

Für die Lieferung verwendet Amazon seine Drohne MK30

© Amazon

Amazon startete erstmals außerhalb der USA seinen Lieferdienst Prime Air per Drohne. Nach dem Testbetrieb, der im Frühjahr begann, können Kunden in einem Umkreis von 12 Kilometern rund um das Logistikzentrum im nordenglischen Darlington im Regelbetrieb beliefert werden. Nach Angaben des Unternehmens absolvierten die Drohnen während ihrer Entwicklung mehr als 5.100 Testflüge mit insgesamt über 900 Flugstunden.

Die Artikel dürfen maximal 2,2 Kilogramm wiegen und müssen in eine Transportbox passen. Die Zustellung per Dohne soll maximal 60 Minuten nach der Bestellung erfolgen. Für Prime-Mitglieder ist der Service derzeit noch ohne Aufpreis. 

Zum Einsatz kommt die neue Drohne MK30, ein Hexacopter der auch in den USA verwendet wird. Sie startet und landet senkrecht, fliegt autonom mit Geschwindigkeiten von bis zu 113 Km/h und nutzt Kameras sowie Sensoren, um Hindernisse während des Flugs selbstständig zu erkennen und zu umfliegen. Vor jedem Start sollen speziell geschulte Mitarbeiter den technischen Zustand der Drohne checken und Sicherheitskontrollen durchführen. Erst danach wird das Paket geladen und der Flug freigegeben.

Die Kunden müssen vorher beim Bestellvorgang auf einer Satellitenkarte von Amazon einen geeigneten Ablageplatz auf ihrem Grundstück festlegen, an diesem wirft die Drohne dann automatisch das Paket aus sicherer Höhe ab und kehrt autonom zum Logistikzentrum zurück. Die Navigation erfolgt mit Hilfe digitaler Karten, von KI und einer permanenten Hinderniserkennung. Der Dienst steht aber nur bei geeigneten Wetterbedingungen zur Verfügung. Die Drohne kann zwar auch bei leichtem Regen sowie unterschiedlichen Wind- und Temperaturverhältnissen fliegen, doch bei starkem Regen oder Wind und schlechter Sicht wird Prime Air als Versandoption deaktiviert.

Was derzeit noch aufwändig und kostspielig klingt, ist Teil der langfristigen Strategie von Amazon, die Logistik zu automatisieren und den Lieferbetrieb zu beschleunigen. Prime Air in weitere Märkte ausgerollt werden, möglicherweise werde der Dienst dann aber nicht mehr kostenlos für Prime-Mitglieder angeboten heißt es bei Amazon.

 

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