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Mobilezone opfert Volumen für Marge

Mobilezone hat in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 weniger Mobilfunkverträge verkauft, den Umsatz im eigenen MVNO-Geschäft aber deutlich gesteigert. Besonders die Marke High verzeichnete im Juni einen Neukundenrekord.
© (Quelle: Mobilezone)

Ein Geburtstagsmonat mit Rekordwert: Die Eigenmarke High von Mobilezone gewann im Juni so viele Neukunden wie noch nie. Positioniert im mittleren Preissegment zwischen 10 und 20 Euro und im Telekom-Netz unterwegs, hat High im ersten Halbjahr 2025 maßgeblich zum Wachstum des MVNO-Geschäfts beigetragen.

Die Entwicklung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, die Mobilezone im Dezember 2024 eingeleitet hat. Im Onlinegeschäft stehen seitdem nicht mehr hohe Stückzahlen im Vordergrund, sondern Verträge mit höheren Deckungsbeiträgen. Das hat die Profitabilität pro Vertrag verbessert, aber auch zu einem deutlichen Rückgang der Verkaufsvolumina geführt: Insgesamt vermittelte Mobilezone in Deutschland in den ersten sechs Monaten 499.000 Mobilfunkverträge, 9,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Onlinekanal lag das Minus bei 12,8 Prozent, im Fachhandel bei 6,0 Prozent.

„Wir sind überzeugt, dass die auf Bruttogewinn ausgerichtete Verkaufsstrategie im Online-Geschäft, neben der Weiterentwicklung des MVNO-Geschäfts, die richtige Vorwärtsstrategie ist“, sagt Markus Bernhard, Exekutiver Delegierter des Verwaltungsrats.

Wachstum im MVNO-Segment

Während die Gesamtzahlen rückläufig waren, verzeichnete das MVNO-Segment deutliches Wachstum. Der Umsatz der Marken High und Simyo legte im ersten Halbjahr um 32,9 Prozent auf 21,0 Mio. Euro zu. Der Postpaid-Kundenbestand in Deutschland stieg um 24,1 Prozent auf 238.700.

High wird über die eigene Website high-mobile.de sowie über Plattformen wie sparhandy.de, deinhandy.de und check24.de vertrieben. Zusätzlich ist die Marke auch im stationären Handel präsent. Simyo richtet sich mit günstigen SIM-only-Angeboten im Telefónica-Netz an preissensitive Kunden und wird ebenfalls online über mehrere Kanäle vermarktet. Nach einem guten Start im vierten Quartal 2024 blieb das Wachstum zuletzt hinter den Erwartungen, was das Unternehmen auf den verstärkten Wettbewerb im Niedrigpreissegment zurückführt.

Für das zweite Halbjahr erwartet Mobilezone eine Stabilisierung der Vertragsvolumina in Deutschland. Gleichzeitig soll die Zahl der MVNO-Kunden weiter steigen. Konzernweit ist ein Anstieg auf über 480.000 Postpaid-Kunden geplant. In Deutschland rechnet das Unternehmen mit einer EBIT-Marge zwischen 2,8 und 3,3 Prozent, leicht unter dem Vorjahr, aber mit unverändertem Fokus auf margenstärkere Verträge.

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