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Lesedauer 3 Min.

Komsa will stabil wachsen – neuer CEO setzt auf Service und Standortbindung

Bei der Hausmesse in Offenbach sprach der neue Komsa-Chef Toni Burger über seine Pläne für das Unternehmen. Im Zentrum: wirtschaftliche Stabilität, der Ausbau des Servicegeschäfts und ein klares Bekenntnis zu Verwurzelung in der Region.

Auf der Hausmesse „Komsa goes Mainhattan“: Harald Ollinger (Marketing & Communications), Ronny Tischer (Services), Dennis Wendt (Supply), Steffen Ebner (Vertrieb), Christoph Legat (Solutions) und Toni Burger (CEO/CFO).

© (Quelle: Telecom Handel)

Gerade einmal zwei Monate ist es her, dass Pascal-Pierre Urbon Komsa verlassen hat. Der Ex-CEO hat in seinem fünfjährigen Wirken in Hartmannsdorf sichtbare Spuren hinterlassen: Unter seiner Verantwortung wurde unter anderem die Fusion mit der britischen Westcoast-Gruppe eingeleitet, die Transformation im Unternehmen vorangetrieben und die langfristige Finanzierung des Distributors gesichert.

Nun stand die erste Hausmesse von Komsa und Aetka unter neuer Leitung an – mit Toni Burger, der seit Kurzem sowohl CEO als auch CFO ist. Rund 500 Fachhändler und Systemhäuser kamen zum gemeinsamen Event nach Offenbach, das unter dem Slogan „Komsa goes Mainhattan“ für sich warb. Auch Telecom Handel war vor Ort. Die zentrale Frage: Was wird Burger anders machen als sein Vorgänger – und wie reagiert Komsa auf Marktveränderungen und die angespannte Wirtschaftslage?

Burger machte beim Pressegespräch sofort deutlich: „Was in dieser Situation besonders wichtig ist, das ist Stabilität. Und wir sind der stabile Partner.“ Komsa sei finanziell gut aufgestellt, verfüge mit Hemani Ventures über einen starken Gesellschafter und habe einen soliden Cashflow. Ziel sei es, die Stabilität weiter auszubauen – vor allem im klassischen Distributionsgeschäft.

Neben der Stabilität rückt Burger ein weiteres Ziel in den Fokus: gesundes Wachstum. Dieses soll aus eigener Kraft erfolgen – durch stärkere Partnerschaften in der Distribution und durch den Ausbau des Servicegeschäfts, insbesondere im Bereich „Software as a Service“.

Reparaturgeschäft soll gestärkt werden

Auch ein traditionsreiches Geschäftsfeld soll wieder an Bedeutung gewinnen: die Reparaturservices. In diesem Bereich habe man mehrere größere Aufträge erhalten und wolle das Geschäft mit bestehenden Partnern gezielt ausbauen.

Ein zusätzlicher Impuls erhofft sich Komsa durch die Investitionspläne der Bundesregierung: „Die TK-Branche wird von den 500 Milliarden profitieren. Und wir wollen heute auf der Messe auch eine Aufbruchstimmung mitgeben“, so Burger.

Gegen Ende des Gesprächs betonte der neue CEO auch den regionalen Bezug des Unternehmens: „Wir können und wollen uns auch wieder etwas mehr Regionalität leisten“, so Burger, der sich selbst – trotz vieler Jahre in Düsseldorf – als „Kind der Region“ bezeichnet. 80 Prozent der Belegschaft stammen aus Sachsen. „Wir haben ein ganz klares Commitment zu Hartmannsdorf und investieren laufend in diesen Standort“, betont er – wohl auch in Reaktion auf kritische Stimmen zum Einstieg des ausländischen Gesellschafters.

Auch Roland Hennig, Vorstand der Fachhandelskooperation Aetka, kommt zu Wort. Er beobachtet einen klaren Trend hin zum B2B-Geschäft: „Immer mehr Händler setzen auf ein zweites Standbein im Geschäftskundenumfeld“, so Hennig. Dieses Segment wachse deutlich und mache inzwischen 20 Prozent des Gesamtvolumens bei den Kartenschaltungen aus – Ziel sei ein Ausbau auf 25 Prozent. Dafür habe Aetka gezielt in einen speziellen B2B-Außendienst investiert.

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