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Also Holding: Cloud, Plattformen und Zukäufe treiben Geschäft

Im ersten Halbjahr 2025 legt Also bei Umsatz und Ergebnis kräftig zu. Die Übernahme der Westcoast-Gruppe wirkt sich messbar aus, auch das Cloud-Geschäft entwickelt sich weiter positiv.
© (Quelle: DALL-E)

Die Also Holding AG hat im ersten Halbjahr 2025 den Umsatz um 35 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gesteigert. Das Ebitda legte um 32 Millionen auf 126 Millionen Euro zu. Im Ergebnis enthalten sind Einmalkosten von sechs Millionen Euro im Zusammenhang mit der Akquisition der britischen Westcoast-Gruppe. Der Roce (Return on Capital Employed) lag zum Halbjahr bei 12 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert, aber im Rahmen der eigenen Planung.

Ein zentraler Wachstumstreiber ist die Westcoast-Übernahme, die zum 28. Februar abgeschlossen wurde. Seit dem Zeitpunkt der Konsolidierung steuerte das Unternehmen rund 1,3 Milliarden Euro zum Konzernumsatz und knapp 21 Millionen Euro zum Ebitda bei. Auch ohne Zukäufe erzielte Also ein organisches Wachstum – der Standalone-Umsatz stieg um 8 Prozent.

Das Cloud-Geschäft entwickelt sich weiter dynamisch: Die Zahl der Unique User kletterte auf 5,5 Millionen (+34 %), der Umsatz in diesem Bereich erreichte 845 Millionen Euro. Auch das Service-Segment legte deutlich zu (+26 %), während das Solutions-Geschäft um 16 Prozent wuchs.

Strategisch setzt Also auf drei Hebel: operative Exzellenz durch Portfoliosteuerung und Kostenoptimierung, die Skalierung der digitalen Plattformen – etwa in den Bereichen Cloud, Virtualisierung und Cybersecurity – sowie weiteres externes Wachstum. Die Ziele für das Gesamtjahr (Ebitda  285 bis 325 Mio. Euro, Roce über 17 %) sowie für die kommenden Jahre (425 bis 525 Mio. Euro Ebitda , Roce > 25 %) wurden bestätigt.

Die Integration der Westcoast-Gesellschaften ist laut Zwischenbericht in vollem Gange. Neben einer einheitlichen IT und Prozesslandschaft umfasst sie auch HR-Strukturen, Trainingsprogramme und die Vereinheitlichung der internen Terminologie. Die dazugehörigen Synergieeffekte – unter anderem im Einkauf und in der Logistik – sollen sich schrittweise im Ergebnis bemerkbar machen.

Die Finanzstruktur zeigt die Belastung durch den Unternehmenskauf: Die liquiden Mittel sanken von rund 731 Millionen Euro Ende 2024 auf knapp 140 Millionen Euro zur Jahresmitte. Die Nettofinanzschulden beliefen sich – bereinigt um Leasingeffekte – auf rund 96 Millionen Euro.

Mit der Westcoast-Akquisition ist Also nun auch im britischen Markt direkt vertreten. Das Unternehmen sieht sich damit strategisch besser aufgestellt, um europäische Plattformmodelle weiter auszurollen. Wie nachhaltig das überdurchschnittliche Wachstum ist, dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte zeigen, auch mit Blick auf Konjunktur und Margenentwicklung im klassischen Distributionsgeschäft.

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