Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Vodafone Deutschland stoppt Abwärtstrend

Nach einer langen Schwächephase zeigt sich bei Vodafone Deutschland erstmals wieder ein positiver Trend. Der Netzbetreiber profitiert von zusätzlichen Einnahmen durch 1&1 und einer leichten Erholung im TV-Geschäft.

Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot sieht nach Jahren des Rückgangs erste Fortschritte beim Umbau des Unternehmens

© (Quelle: Vodafone)

Nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Umsätzen zeigt sich bei Vodafone Deutschland erstmals wieder eine leichte Erholung. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Serviceumsatz um 0,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Damit konnte der Netzbetreiber den jahrelangen Abwärtstrend vorerst stoppen.

Haupttreiber der Stabilisierung ist das wachsende Wholesale-Geschäft mit 1&1, dessen Kundinnen und Kunden in Gebieten ohne eigene Antennen auf das Vodafone-Netz zugreifen. Der Roaming-Vertrag mit 1&1 wird schrittweise ausgebaut und soll künftig den größten Teil der nationalen Auslastung abdecken. „Wir erwarten, dass Deutschland im Verlauf des Jahres wieder in den Bereich des Service-Umsatzwachstums zurückkehrt, gestützt durch den weiteren Hochlauf unserer 1&1-Roaming-Erlöse“, sagte Marcel de Groot, CEO von Vodafone Deutschland, in der Analystenrunde zu den Halbjahreszahlen.

TV-Geschäft stabilisiert sich

Das TV-Segment, das nach dem Wegfall des sogenannten Nebenkostenprivilegs stark unter Druck geraten war, verzeichnete im Sommerquartal erstmals wieder einen Zuwachs. Vodafone gewann 62.000 neue TV-Kundinnen und -Kunden, nachdem im Vorjahr durch die Gesetzesänderung rund vier Millionen Verträge weggefallen waren.

„Wir sehen erste Anzeichen, dass unser Turnaround-Plan wirkt. Die TV-Erlöse stabilisieren sich, und das Wholesale-Geschäft entwickelt sich zu einem klaren Wachstumstreiber“, sagte de Groot.

Operativ weiter unter Druck

Trotz der positiven Entwicklung im Serviceumsatz sank das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) im Halbjahr um 4,3 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro. Gründe sind unter anderem das schwache Frühjahrsgeschäft und anhaltender Wettbewerbsdruck im Mobilfunk- und Festnetzmarkt.

De Groot zeigte sich dennoch optimistisch: „Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist der richtige. Jetzt gilt es, unser Wachstum nachhaltig in die Zukunft zu tragen.“

Mit rund 35 Millionen Mobilfunkanschlüssen bleibt Vodafone Deutschland der zweitgrößte Netzbetreiber im Land. Der leichte Umschwung könnte darauf hindeuten, dass der Konzern nach Jahren der Stagnation wieder Tritt fasst, auch wenn die Erholung bislang auf wenigen Säulen ruht.

Neueste Beiträge

Lancom geht auf die Frühjahrs-Roadshow
Lancom Systems lädt zu seiner jährlichen Frühjahrs-Roadshow LANupdate ein. Vom 25. März bis 24. Juni 2026 werden 14 Städte Orte in Deutschland, darunter vier neue Orte, Gastgeber der Veranstaltung sein. Zusätzlich gibt es ein Online-Event.
2 Minuten
7. Apr 2026
Vodafone gibt beim CallYa Jahrespaket M mehr Datenvolumen
Zum unveränderten Preis gibt es Vodafone im Jahrespaket M jetzt deutlich mehr Daten zur Nutzung während eines Jahres. Auch Kunden, die Festnetz und Mobilfunk beim Anbieter gebucht haben, bekommen jetzt mehr Volumen.
2 Minuten
8. Apr 2026
Smartphone-Kameras: Gute Selfies zählen am meisten
Eine aktuelle Umfrage des Bitkom zeigt, welche Leistungsmerkmale Smartphone-Kameras haben sollten. Ganz oben in der Liste steht eine gute Selfiecam noch vor Funktionen wie einem Zoom oder Weitwinkel.
2 Minuten
7. Apr 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026
1&1 setzt alles auf das eigene Netz
Sinkende Ergebnisse, steigende Kosten und hohe Investitionen prägen die Zahlen für 2025. Der Konzern bleibt dennoch auf Kurs und setzt weiter auf den Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes als zentrale Zukunftswette.
3 Minuten
19. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige