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Tim Höttges: „Verlässlichkeit macht einen Unterschied."

Auf der Hauptversammlung der Telekom zog der Vorstandvorsitzende Tim Höttges eine positive Bilanz und kündigt deshalb für die Aktionäre des Unternehmens eine Dividende in Rekordhöhe an.
Telekom HV 2026

Tim Höttges auf der Hauptversammlung der Telekom in Bonn

© Deutsche Telekom

Einmal im Jahr lädt die Telekom ihre Aktionäre zur Hauptversammlung nach Bonn. Dieses Jahr betonte der Vorstandvorsitzende Tim Höttges vor allem, wie verlässlich das Unternehmen Jahr für Jahr eine gute Bilanz abliefere: „Verlässlichkeit ist für uns so wichtig wie noch nie. Denn die Welt ist nicht mehr wie früher. Sie ist unberechenbarer. Unübersichtlicher. Und wirkt sogar: unkontrollierbarer. In einer Welt, in der man sich auf vieles eben nicht mehr verlassen kann, macht Verlässlichkeit darum einen echten Unterschied.“

Demnach soll die Dividende mit einem Euro pro Aktie auf einen neuen Höchstwert steigen. Die Finanzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres wiesen ein organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent auf mehr als 119 Milliarden Euro und einem organischen Plus beim bereinigten EBITDA AL von 4,7 Prozent auf mehr als 44,2 Milliarden Euro auf. Für 2026 sei weiteres Wachstum geplant, erklärte er und bestätigte die bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns vorgelegte Prognose. Höttges: „Wir schöpfen Kraft aus zwei Kontinenten: Europa und den USA. Das ist kein geografischer Zufall, sondern strategischer Vorteil. Wir verbinden Stabilität und Dynamik wie keine andere Telko der Welt. Wir wachsen auf beiden Seiten des Atlantiks.“

Höttges kritisierte aber auch regulatorische Eingriffe in den Markt, die nicht für alle Player gleichermaßen gelten würden: „Schon heute wachen Hunderte Behörden über Europas Digitalindustrie. Und trotzdem plant Brüssel weitere Regulierung. Ich bin sicher, dass Europa das Richtige will. Aber es gibt keine europäische Unabhängigkeit ohne Größenvorteile. Darum dürfen wir uns nicht weiter kleinregulieren.“

Über die große und stetig wachsende Bedeutung der Künstlichen Intelligenz sagte er: „KI ist das größte Geschenk, das unserer Volkswirtschaft gemacht wurde. Wo in Deutschland vieles langsam ist, macht KI Tempo. Wo Fehler passieren, sichert KI Qualität. Und wo Fachkräfte fehlen, hilft KI aus. Darum nutzen wir sie schon überall im Unternehmen: KI findet Störungen im Netz – und repariert sie. KI programmiert. Sie analysiert Märkte. Sie berät juristisch.“ Als konkretes Beispiel nannte Tim Höttges den beim Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten KI-Assistenten der Telekom. Dabei stellte der Firmenchef auch klar: „Sicherheit und Datenschutz haben Vorrang. Der Assistent kommt nur auf Zuruf. Und keine Daten werden gespeichert.“

Höttges präsentierte auf der Bühne der Hauptversammlung ein Modell der KI-Fabrik in München. „Jedes Unternehmen in Europa kann sie nutzen. Vor allem der Mittelstand. Mit voller Kontrolle über die Daten, die verschiedenen Anwendungen und die Technologie. Made in Germany und made for Germany. Das ist ein Beitrag für Souveränität hier am Standort.”

 

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