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Social Commerce bringt Schwung in den Markt

Nach zwei schwachen Jahren zeigt sich der Technikmarkt wieder leicht im Plus. Laut BVT sorgen Social Commerce und technologische Innovationen für neue Impulse – gleichzeitig wächst der Druck durch internationalen Wettbewerb.

Beratung bleibt zentral: Trotz Online- und Social-Commerce-Boom setzen viele Kundinnen und Kunden beim Technikkauf weiterhin auf persönliche Orientierung im Fachhandel

© (Quelle: shutterstock / Gorodenkoff)

Der deutsche Technikhandel verzeichnet erstmals seit zwei Jahren wieder leicht steigende Umsätze. Nach Berechnungen des Handelsverbands Technik (BVT) werden 2025 rund 76 Milliarden Euro für technische Gebrauchsgüter ausgegeben – ein Zuwachs von etwa einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Endlich wieder Licht im Tunnel“, sagt BVT-Geschäftsführer Steffen Kahnt.

Das Wachstum bleibt zwar moderat, doch die Impulse kommen aus mehreren Richtungen. Besonders Social Commerce, also der Verkauf über soziale Netzwerke, verleiht dem Markt spürbar Dynamik. Produkte, die in TikTok-Videos, Instagram-Stories oder Livestreams gezeigt werden, lösen oft kurzfristig starke Nachfragen aus. Gleichzeitig verstärkt sich der Preiswettbewerb, weil Konsumenten über Plattformen und internationale Anbieter stärker vergleichen.

IT treibt den Markt

Am deutlichsten wächst 2025 die IT-Sparte. Der Wechsel auf Windows 11 führt zu Ersatzinvestitionen im privaten Bereich, während erste KI-PCs und neue Komponenten das Interesse an leistungsfähiger Hardware anregen. Auch der Zubehörmarkt profitiert, etwa bei SSDs und Speicherlösungen.

Im Segment der Elektrokleingeräte bleibt Innovation der wichtigste Wachstumstreiber. Ob Saugroboter, Heißluftfritteuse oder Siebträgermaschine – neue Funktionen mit erkennbarem Mehrwert verkaufen sich weiterhin gut. Social Commerce wirkt hier zusätzlich als Beschleuniger, vor allem bei Lifestyle- und Beauty-Produkten.

Der Markt für Haushaltsgroßgeräte zeigt sich verhalten. Verbraucher achten verstärkt auf Energieeffizienz und Betriebskosten, größere Anschaffungen werden häufiger aufgeschoben. Geräte der besten Effizienzklassen sowie kompakte Modelle legen dagegen zu.

In der Unterhaltungselektronik (CE) bleibt die Nachfrage insgesamt stabil, sinkende Durchschnittspreise drücken jedoch den Umsatz. Premium-Technologien wie OLED oder Mini-LED halten sich besser, da sie für Konsumenten sichtbaren Mehrwert bieten.

Telekommunikation und Imaging im Wandel

Im Telekommunikationsmarkt sinken die Smartphone-Umsätze weiter, während Zubehörprodukte und Refurbished-Angebote an Bedeutung gewinnen. Neue Wearables wie smarte Ringe oder Kinder-Tracker beleben das Segment zusätzlich.

Im Imaging-Bereich profitiert der Handel von der Content-Kultur: Actioncams, Mikrofone und Gimbals verkaufen sich gut, weil sie auf Social-Media-Trends einzahlen.

Trotz Online- und Social-Commerce-Boom bleibt der stationäre Handel ein zentraler Faktor. „Viele Kundinnen und Kunden informieren sich heute online, kommen dann aber zu uns in den Laden, weil sie Orientierung brauchen“, erklärt BVT-Vorstand Frank Schipper. Vertrauen, persönliche Beratung und der direkte Kontakt bleiben entscheidend. „Wenn Menschen ein Produkt ausprobieren und ihre Fragen direkt klären können, entsteht Sicherheit – und aus Interesse wird Kaufbereitschaft.“

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