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Lesedauer 3 Min.

O2 Telefónica startet barrierefreie Telefonie mit Real-Time-Text

Der Netzbetreiber O2 Telefónica führt mit Real-Time-Text (RTT) eine neue Technologie für barrierefreie Kommunikation ein. Das Verfahren ermöglicht es, während eines Telefonats in Echtzeit zu schreiben und zu lesen – ohne Zusatzgeräte oder Apps.
© (Quelle: O2 Telefónica)

O2 Telefónica bietet ab sofort einen neuen Telefonie-Dienst an, der auf Real-Time-Text (RTT) basiert. Mit der Technologie lassen sich Texte während eines Anrufs direkt eintippen und lesen, ohne dass zusätzliche Apps oder Hilfsmittel nötig sind. Die Eingaben erscheinen Buchstabe für Buchstabe beim Gesprächspartner – ähnlich wie bei einem klassischen Chat, allerdings in einem regulären Sprachanruf.

RTT wurde speziell entwickelt, um Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderungen einen besseren Zugang zur Telefonie zu ermöglichen. Auch für Nutzer mit kognitiven Einschränkungen oder in Situationen mit hoher Umgebungslautstärke kann die Funktion hilfreich sein.

Technisch basiert die Lösung auf einem internationalen Standard der 3GPP (Third Generation Partnership Project) und wird laut O2 auf allen VoLTE-fähigen Geräten unterstützt, sofern die aktuelle Software installiert ist. Der Dienst ist zunächst in Android integriert, Apple hat die Funktion für iOS bislang nicht freigeschaltet.

Voraussetzung ist ein LTE- oder 5G-Netz sowie ein RTT-fähiges Endgerät. Die Funktion kann in den Geräteeinstellungen aktiviert werden. Der Dienst verursacht keine Zusatzkosten – es gelten die üblichen Konditionen für Telefonie im O2-Netz.

Die Einführung von Real-Time-Text steht auch im Zusammenhang mit gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit. Nach dem Telekommunikationsgesetz (§ 45 TKG) sind Anbieter verpflichtet, barrierefreie Telekommunikationsdienste bereitzustellen, um Menschen mit Behinderungen einen gleichwertigen Zugang zu ermöglichen. Ergänzt wird dies durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das bis Juni 2025 bestimmte Anforderungen an digitale Dienstleistungen verschärft. Für Mobilfunkanbieter bedeutet das unter anderem, geeignete Lösungen zur Verfügung zu stellen, die barrierefreies Telefonieren ermöglichen – etwa durch Text- oder Videoübertragung in Echtzeit.

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