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Nur noch drei statt vier Mobilfunknetzbetreiber in Frankreich

In Frankreich konsolidiert sich der Mobilfunkmarkt: Die drei Netzbetreiber Orange, Bouygues Telecom und Free wollen den Konkurrenten SFR übernehmen und dessen Kundenstamm sowie die Technik unter sich aufteilen.
Funkturm in Frankreich
© ChatGPT

Meist erfolgt eine Konsolidierung auf dem Mobilfunkmarkt, wenn ein Unternehmen ein anderes schluckt und dann die Kunden sowie das Netz übernimmt. In Frankreich könnte das jetzt anders laufen: Dort wollen die drei Netzbetreiber Orange, Bouygues Telecom und Free den Konkurrenten SFR übernehmen und seinen Kundenstamm sowie die Vermögenswerte und die Frequenzen unter sich aufteilen. 

Dazu wurde offenbar eine Vereinbarung mit Altice France, dem Eigner von SFR, unterzeichnet. Die Übernahme des mit 20,4 Milliarden Euro bewerteten Unternehmens könnte in der zweiten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden, wenn die Wettbewerbshüter in Brüssel und Paris zustimmen. Bouygues Telecom soll 42 Prozent des Kaufpreises bekommen, Free-Groupe Iliad 31 Prozent und Orange 27 Prozent.

Die Marke SFR soll nach der Übernahme vom Markt verschwinden. Orange soll vier Millionen Mobilfunk- und eine Million Festnetzkunden sowie das Prepaid-Geschäft bekommen. Für Free würden acht Millionen Kunden dazu kommen. Für Bouygues würden demnach rund sieben Millionen Mobilfunkkunden bleiben, hier hat man sich allerdings noch nicht zu Details des Deals geäußert. Allerdings dürfte den betroffenen SFR-Kunden ein Recht zu wechseln eingeräumt werden, was die Marktanteile noch einmal verschieben dürfte.

SFR (société française du radiotéléphone) wurde 1987 als zweiter französischer Netzbetreiber gegründet und gehörte bis 2011 Vivendi und Vodafone. 2014 übernahm Altice Europe des Unternehmers Patrick Drahi SFR. Mit rund 26 Prozent Marktanteil ist SFR die Nummer zwei im Mobilfunkmarkt hinter dem Ex-Monopolisten Orange, der früheren France Télécom, mit 29 Prozent. Die weiteren Wettbewerber sind Bouygues Telecom mit 24 Prozent und die Marke Free mit 21 Prozent, die zur Iliad-Gruppe gehört und erst seit 2012 Netzbetreiber ist.

 

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