Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Mobilfunk stärkt Telekom-Geschäft in Deutschland

Das Deutschlandgeschäft der Deutschen Telekom legt beim Umsatz und Ergebnis weiter zu. Besonders Mobilfunk und MagentaTV liefern neue Kunden. Die Zahl der Breitbandanschlüsse geht im zweiten Quartal dagegen leicht zurück.
Deutsche Telekom Zentrale

Die Deutsche Telekom wächst im Deutschlandgeschäft weiter. Besonders im Mobilfunk gewann der Konzern zusätzliche Vertragskunden, während die Zahl der Breitbandanschlüsse leicht zurückging

© Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat ihr Deutschlandgeschäft im zweiten Quartal 2026 weiter ausgebaut. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf rund 6,51 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Effekte aus Wechselkursen und Veränderungen des Konsolidierungskreises, betrug das Plus 3,7 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro. Organisch lag das Wachstum bei 2,7 Prozent. Neben höheren Service-Umsätzen trugen auch steigende Endgeräteerlöse und das Geschäft rund um die Fußball-Weltmeisterschaft zur Entwicklung bei.

Mobilfunk gewinnt Vertragskunden

Im Mobilfunk verzeichnete die Telekom erneut einen Zuwachs. Die Zahl der Vertragskunden stieg gegenüber Ende März um 224.000 auf 28,15 Millionen. Seit Jahresbeginn kamen damit 408.000 Vertragskunden hinzu. Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhte sich der Bestand um gut 1,1 Millionen beziehungsweise 4,1 Prozent. Auch die Service-Umsätze im deutschen Mobilfunkgeschäft entwickelten sich positiv. Die Telekom führt das Wachstum unter anderem auf die gestiegene Zahl der Vertragskunden bei den Marken Telekom und Congstar sowie die Nachfrage nach Datentarifen zurück.

Insgesamt weist der Konzern für Deutschland 76,73 Millionen Mobilfunkkunden aus. Darin enthalten sind auch Prepaid- und M2M-Karten. Der deutliche Zuwachs in diesem Bereich resultierte nach Angaben der Telekom vor allem aus zusätzlichen M2M-Karten aus der Automobilbranche.

Breitbandbestand geht leicht zurück

Im Festnetz zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Zahl der Breitbandanschlüsse im Endkundengeschäft sank im zweiten Quartal um 20.000 auf 15,08 Millionen. Gegenüber Ende 2025 beträgt der Rückgang 24.000 Anschlüsse. Zugleich meldet die Telekom 161.000 zusätzliche Nutzer eines reinen Glasfaseranschlusses. Insgesamt können inzwischen 13,6 Millionen Haushalte und Unternehmen einen Glasfasertarif der Telekom buchen. Die Nutzungsquote liegt nach Unternehmensangaben bei 17,5 Prozent.

Die im Zwischenbericht ausgewiesene Zahl der glasfaserbasierten Anschlüsse ist weiter gefasst. Sie umfasst neben FTTH auch andere FTTx-Technologien wie VDSL und Vectoring. Im Retailgeschäft stieg dieser Bestand im zweiten Quartal um 20.000 auf 13,43 Millionen Anschlüsse.

Fußball bringt MagentaTV neue Nutzer

Stark entwickelte sich nach Angaben der Telekom das TV-Geschäft. Rund eine Million neue Kunden hätten sich im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft für MagentaTV entschieden. Der überwiegende Teil nutze dabei einen flexibel buchbaren Tarif.

Der regulär ausgewiesene Bestand der TV-Kunden erhöhte sich im zweiten Quartal um 25.000 auf 4,8 Millionen. Die deutlich höhere Zahl der genannten Neukunden dürfte daher zu einem großen Teil auf kurzfristig oder flexibel buchbare Angebote entfallen.

Im gesamten ersten Halbjahr stieg der Umsatz des deutschen Privatkundengeschäfts um 4,6 Prozent auf 6,66 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Unternehmenskunden blieb mit rund 4,27 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Der Wholesale-Umsatz sank um 1,7 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro.

Konzern hebt Cashflow-Prognose an

Konzernweit steigerte die Deutsche Telekom ihren Umsatz im zweiten Quartal um 4,4 Prozent auf 29,93 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,82 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 11,1 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro. „Unsere Geschäfte laufen weiter rund“, sagte Telekom-Chef Tim Höttges. „Auch im ersten Halbjahr 2026 liefern alle Bereiche des Konzerns beeindruckendes Wachstum ab.“

Für das Gesamtjahr hob der Konzern seine Prognose für den Free Cashflow AL leicht an. Statt mehr als 19,8 Milliarden Euro erwartet die Telekom nun rund 20 Milliarden Euro. Die Prognosen für das bereinigte EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie von rund 2,20 Euro bleiben unverändert.

Neueste Beiträge

BVT: Technikmarkt schrumpft 2026 um drei Prozent
Verbraucher geben 2026 voraussichtlich 45,5 Milliarden Euro für technische Gebrauchsgüter aus, rund drei Prozent weniger als im Vorjahr. KI prägt zwar die Recherche, den Kauf entscheidet sie laut Handel aber nur selten.
3 Minuten
MediaMarktSaturn bringt Elektronik in einer Stunde
Lieferando fährt Smartphones, Laptops und Haushaltsgeräte jetzt aus 236 Märkten in 141 Städten aus. Das Sortiment wächst auf bis zu 10.000 Artikel pro Standort.
3 Minuten
Coolblue baut Liefernetz in NRW aus
Mit seinem dritten Logistikzentrum in Troisdorf erschließt der Elektronikhändler die Region Koblenz mit eigenem Lieferdienst. Weitere 2,2 Millionen Menschen können Großgeräte ab dem nächsten Werktag bestellen.
2 Minuten
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Das sind die Smartphone-Bestseller des zweiten Quartals
Counterpoint Research hat wieder Liste der zehn weltweit am häufigsten verkaufen Smartphones veröffentlicht. Darunter finden sich jeweils fünf Modelle von Apple und fünf von Samsung, die Konkurrenten gehen leer aus.
2 Minuten
27. Aug 2026
1&1 kooperiert mit Telekom-Joint-Venture GlasfaserPlus
Der Telekommunikationsanbieter 1&1 erhält Zugang zum Glasfasernetz von GlasfaserPlus, einem Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des Infrastrukturinvestors IFM. Die langfristige Vereinbarung erweitert die potenzielle Reichweite von 1&1 um rund 2,7 Millionen Haushalte und umfasst auch künftige Ausbaugebiete.
3 Minuten
15. Okt 2026
Das sind die Smartphone-Bestseller des ersten Quartals
Fünfmal Samsung, viermal Apple und einmal Xiaomi: Die Marktforscher von Counterpoint Research haben die weltweit im ersten Quartal des Jahres am häufigsten verkauften Smartphones ermittelt.
2 Minuten
7. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige