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Lesedauer 2 Min.

Telekom und 1&1 schalten die MMS Ende Juni ab

Durch die Einführung von Messaging-Diensten wie WhatsApp ist die MMS praktisch in Vergessenheit geraten. Jetzt haben nach Vodafone auch die Telekom und 1&1 angekündigt, dieses Angebot einzustellen.
Das Ende der MMS
© ChatGPT

Viele werden sich noch an die ersten Bilder, die sie mit einem Smartphone gemacht und verschickt haben, erinnern. Ab dem Jahr 2002 war das in Deutschland mit dem neu eingeführten Dienst MMS (Multimedia Message Service) möglich. Doch die Technologie geriet über die Jahre gegenüber den kostenlosen OTT-Messagern wie WhatsApp ins Hintertreffen und wurde im Januar 2023 bei Vodafone abgeschaltet.

Jetzt haben nach einer Meldung des Portals "Teltarif" auch die Telekom und 1&1 angekündigt, MMS zum 30. Juni 2026 abzuschalten. Demnach verschicke 1&1 bereits entsprechende E-Mails an die Kunden seiner Mobilfunkmarken, um sie über die Abschaltung zu informieren. Von O2 Telefónica gibt es noch keine klare Ansage zu einem Termin für das Ende der MMS, es dürfte aber auch nahe sein.

Dabei wurde die Technologie bei ihrer Einführung in Deutschland vor 24 Jahren als große Innovation gefeiert. Von den ersten kompatiblen Handys, dem Ericsson T68i und dem Nokia 7650, konnten damit grobpixelige Fotos mit bis zu 300 KB Umfang direkt verschickt werden. Laut Vodafone wurde mit 13 Millionen verschickten MMS im Dezember 2012 der Höchstwert erreicht, danach ging es stetig bergab. Vor allem angesichts der vergleichsweise hohen Kosten von 39 Cent für den Versand einer MMS blieben die günstigeren SMS aber immer deutlich populärer – zumindest bis 2009 WhatsApp die Bühne betrat und seinen Siegeszug auf den Smartphones einleitete.

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