Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Inhouse-Versorgung mit Glasfaser weiter schwierig

Eine Studie der Verbände ANGA und VATM hat die konkrete Anbindung der Haushalte an die Glasfaser untersucht. Dabei zeigt sich, dass es vor allem in großen Mehrfamilienhäusern Probleme gibt.
© (Quelle: Shutterstock / TimFuchs203)

Die flächendeckende Versorgung jeder Wohnung mit Glasfaser – dieses Ziel verfolgt die Bundesregierung. Eine aktuelle Marktanalyse von Dialog Consult im Auftrag der Wettbewerber-Verbände ANGA und VATM liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme zur sogenannten Inhouse-Versorgung mit FTTB/H-Anschlüssen.

Laut der Studie sind bereits 7,6 Millionen Wohneinheiten in Deutschland mit einem reinen Glasfaseranschluss (FTTH) erschlossen. Davon entfallen 3,9 Millionen auf die Konkurrenten der Telekom. Besonders beim Ausbau in Mehrfamilienhäusern haben die Wettbewerber die Nase vorn: 1,7 Millionen dieser Wohneinheiten haben sie bereits komplett mit Glasfaser bis in die Wohnung erschlossen. Auch die Finanzierung des Ausbaus stemmen sie in weiten Teilen selbst: Über die Hälfte der Inhouse-Verkabelung wird von alternativen Anbietern getragen.

„Die Studie zeigt klar: Die Wettbewerber verfolgen das Ziel, Haushalte direkt mit Glasfaser zu versorgen. Die Telekom hingegen konzentriert sich noch immer stark auf Homes Passed – also Anschlüsse, die nur bis zur Grundstücksgrenze reichen“, erklärt Andreas Walter, Geschäftsführer von Dialog Consult.

Die Herausforderungen beim weiteren Ausbau sind erheblich – insbesondere in großen Mehrfamilienhäusern. ANGA und VATM setzen hier auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Deren Bereitschaft zum Glasfaserausbau hängt oft davon ab, ob sich dieser mit geplanten Sanierungsmaßnahmen im Gebäude koppeln lässt.

Denn ein großes Hemmnis bleibt der finanzielle Aufwand: Je nach Gebäude müssen für die Inhouse-Versorgung 600 bis 1400 Euro pro Wohneinheit kalkuliert werden. Für die noch rund 22 Millionen nicht erschlossenen Haushalte in Mehrfamilienhäusern summieren sich die Kosten somit auf bis zu 22 Milliarden Euro.

Mit Blick auf die politische Debatte betonen die Verbände: Der Wettbewerb auf der sogenannten Netzebene 4 – also innerhalb der Gebäude – funktioniert auch unter den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Neue gesetzliche Initiativen seien an dieser Stelle nicht zielführend. Wichtiger seien verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen für die Investitionen.

„Was die Branche jetzt braucht, ist Planungssicherheit bei der Umstellung von alten Kupferleitungen auf Glasfaser“, fordern Philipp Müller (ANGA) und Frederic Ufer (VATM). Die Bundesnetzagentur müsse dabei künftig eine deutlich aktivere Rolle übernehmen.

Neueste Beiträge

Lancom geht auf die Frühjahrs-Roadshow
Lancom Systems lädt zu seiner jährlichen Frühjahrs-Roadshow LANupdate ein. Vom 25. März bis 24. Juni 2026 werden 14 Städte Orte in Deutschland, darunter vier neue Orte, Gastgeber der Veranstaltung sein. Zusätzlich gibt es ein Online-Event.
2 Minuten
7. Apr 2026
Verbraucherstimmung erreicht neuen Tiefpunkt
Die Konsumlaune in Deutschland verschlechtert sich weiter. Laut HDE-Konsumbarometer sinkt die Stimmung im April auf den niedrigsten Stand des Jahres, eine Erholung des privaten Konsums ist vorerst nicht in Sicht.
3 Minuten
Vodafone gibt beim CallYa Jahrespaket M mehr Datenvolumen
Zum unveränderten Preis gibt es Vodafone im Jahrespaket M jetzt deutlich mehr Daten zur Nutzung während eines Jahres. Auch Kunden, die Festnetz und Mobilfunk beim Anbieter gebucht haben, bekommen jetzt mehr Volumen.
2 Minuten
8. Apr 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026
1&1 setzt alles auf das eigene Netz
Sinkende Ergebnisse, steigende Kosten und hohe Investitionen prägen die Zahlen für 2025. Der Konzern bleibt dennoch auf Kurs und setzt weiter auf den Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes als zentrale Zukunftswette.
3 Minuten
19. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige