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IFA: Großer Aufschlag von Xiaomi mit Autos, Smartphones und einer neuen Marke

Mit vielen Neuheiten und der Ankündigung in den deutschen Automobilmarkt einzusteigen, kehrt Xiaomi auf die IFA zurück. Erstmals zu sehen gab es unter anderem ein neues Falt-Smartphone mit einem eigenen Chipsatz.
Xiaomi-Auto auf der IFA

Xiaomi zeigt in Berlin seinen Vision Gran Turismo

© Xiaomi

Xiaomi ist nach Jahren der Abstinenz mit einer großen Präsenz wieder als Aussteller auf die IFA zurückgekommen. Die größte Ankündigung betraf dabei gar keine klassischen Produkte der Elektronikmesse, denn die Chinesen kündigten ihren Start auf dem europäischen Automarkt für 2027 an. Dazu wurden in Berlin Vertriebsabkommen mit acht deutschen Autohandelsgruppen unterzeichnet.

Im Zentrum der Automobilpräsentation steht das Xiaomi Vision Gran Turismo, ein Elektro-Hypercar-Konzept für das „Gran Turismo“-Franchise. Die Ausstellung zeigt zudem die neue Generation der Xiaomi SU7 Serie sowie Xiaomi SU7 Ultra. Seit dem Marktstart im März 2024 hat der Hersteller in seiner chinesischen Heimat bereits mehr als 700.000 Fahrzeuge ausgeliefert.

Am Stand in Halle 6.2b steht auf mehr als 3.300 Quadratmetern das intelligente Ökosystem „Human x Car x Home“ im Mittelpunkt. Es umfasst rund 380 Produkte aus den Bereichen Kochen und Lebensmittelaufbewahrung, Haushaltsreinigung, Luftqualitätsmanagement, audiovisuelle Unterhaltung, Sicherheit, persönliche Geräte sowie intelligente Mobilität. Mit Künstlicher Intelligenz und dem Xiaomi HyperOS werden Geräte und Dienstleistungen produkt- und szenarioübergreifend vernetzt. Xiaomi ist der Ansicht, dass der nächste Schritt für KI darin bestehen sollte, über das Beantworten von Fragen auf einem Bildschirm hinauszugehen. Künstliche Intelligenz soll reale Situationen und Zusammenhänge erkennen und unter Kontrolle der Nutzer Geräte koordinieren, um bei konkreten Aufgaben im Alltag zu unterstützen.

Xiaomi zeigt dies durch praktische Beispiele auf der IFA: Beim Nachhausefahren kann das System anhand von Kontextinformationen wie Uhrzeit, Standort und Wetterbedingungen die Beleuchtung und Klimaanlage proaktiv anpassen – noch bevor die Person ankommt. Eine einfache Anfrage zuhause wie „Drucke das Foto, das ich gerade aufgenommen habe" lässt mehrere Geräte nahtlos zusammenarbeiten. Weitere Szenarien zeigen, wie sich Beleuchtung, Jalousien und Raumtemperatur gezielt auf Aktivitäten wie Lesen abstimmen lassen.

Xiaomi 18 Fold

Das Xiaomi 18 Fold

© Xiaomi

Erstmals gab es auch das neue Foldable von Xiaomi zu sehen: Das 18 Fold ist das erste Flaggschiff-Smartphone mit dem neuen Xiaomi Xring O3 Zehnkernprozessor, mit dem der Hersteller Neuland betritt, da die Chips bisher von Zulieferern wie Qualcomm kamen. Preise zu dem Smartphone, das im breiten Format an das Galaxy Z Fold8 von Samsung erinnert, gibt es noch nicht. Bekannt sind ein 7,6 Zoll großes Innendisplay und ein 5,4-Zoll-Bildschirm auf der Klappe, eine rückwärtige Dreifachkamera mit einer 200-Megapixel-Hauptlinse mit Zeiss-Technologie und ein zweigeteilter 6.000 mAh-Akku. 

Expansion mit Smarthome

Xiaomi kündigt auf der IFA 2026 auch den umfassenden Ausbau seiner Smarthome-Marke Mijia in Europa an. Unter der Positionierung „The Art of Smart Living“ soll Mijia menschenorientierte Intelligenz, bewährte Qualität und funktionales Design zusammenbringen. Damit will das Unternehmen die Smarthome-Komponente seines Ökosystems „Human x Car x Home“ stärken. Mijia umfasst über 2.000 Produkte in mehr als 130 Produktkategorien.

Der Ansatz von Mijia geht über die Vernetzung einzelner Geräte hinaus. Xiaomi versteht das intelligente Zuhause als vernetztes Gesamtsystem, in dem Geräte auf unterschiedliche Nutzer, Umgebungen und Alltagssituationen abgestimmt reagieren und miteinander interagieren. Über die Xiaomi Home App lassen sich kompatible Mijia-Produkte zentral steuern und szenarioübergreifend koordinieren, wobei Nutzer jederzeit die Kontrolle behalten sollen.

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