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Deutschland bei günstigen Mobilfunktarifen gut vertreten

Der Bitkom hat die Mobilfunktarife in zwölf Ländern verglichen. Deutschland liegt dabei im Mittelfeld, zumindest bei günstigen Angeboten gibt es eine große Auswahl zu günstigen Preisen.
© (Quelle: O2 Telefónica)

Zum dritten Mal hat der Branchenverband Bitkom eine Studie zu Mobilfunktarifen im internationalen Vergleich erstellen lassen. Untersucht wurden vom Marktforschungsunternehmen Tarifica die Preise in den Flächenländern Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Spanien und Vereinigtes Königreich sowie außerhalb Europas in Japan, Südkorea und den USA. 

Für den Preisvergleich wurden fünf exemplarische Leistungsprofile (XS bis XL) definiert, die unterschiedliche mobile Nutzungsszenarien abbilden. Für jedes Profil wurden die jeweils günstigsten Tarife aller relevanten Anbieter in den untersuchten Ländern verglichen. Alle Preise umfassen auch einmalige Kosten und wurden über einen Zeitraum von 24 Monaten gemittelt, um eine echte Vergleichbarkeit herzustellen.

Auch wenn Deutschland im Median aller angebotenen Tarife nur im Mittelfeld auf Platz sieben in den Profilen XS und S sowie Platz sechs bei M, L und XL liegt, gibt es doch einige sehr gute Ergebnisse bei den jeweils günstigsten Tarifangeboten vor allem in den niedrigeren Nutzungsprofilen XS (ab 7 GB Datenvolumen im Monat) und S (ab 20 GB) mit den Plätzen drei und zwei, wobei diese Kunden in Spanien am günstigsten telefonieren.

In manchen Ländern wie Finnland, der Schweiz und den USA gibt es gar keine Einstiegstarife dieser Klassen, hier kostet schon der günstigste Tarif mehr als 20 Euro im Monat. Dieser entspricht dann der Tarifgruppe M (ab 50 GB) und bietet zwar mehr Datenvolumen, ist aber für Wenignutzer zu teuer. Die Spanne bei den jeweils in der Gruppe XS ermittelten günstigsten Tarifen ist zwischen Spanien mit zwei Euro und Finnland mit 43,21 Euro sehr groß. In Deutschland gehen die Angebote ab 5,24 Euro los.

Keine Datenbremse

Bei den höheren Tarifen L (ab 100 GB mit Drosselung bei verbrauchtem Datenvolumen) und XL (ab 100 GB ohne Drosselung) profitieren deutsche Kunden davon, dass hierzulande die Tarife der Klasse L gar keine Drosselung haben wie in anderen Ländern. Vor allem US-Kunden zahlen im Profil XL mit monatlich bis zu 95 Euro deutlich mehr als alle anderen, während Italiener, Spanier und Franzosen besonders günstig viele Daten nutzen können.

Positiv heben die Verfasser der Studie die vergleichsweise große Auswahl an Anbietern und Tarifen auf dem deutschen Markt hervor. Außerdem ist die Preisspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot in den Kategorien XS und S besonders gering.

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