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Chipkrise erhöht den Druck auf den Smartphone-Markt

Speicherchips für Smartphones sind knapp und teuer, darunter leiden nicht nur die Hersteller der Endgeräte, sondern zunehmend auch die Zulieferer von Prozessoren wie Qualcomm.
© (Quelle: Qualcomm)

Die Knappheit bei Speicherchips für Smartphones belastet zunehmend die Hersteller der Endgeräte. Laut Counterpoint Research sind die Preise für diese Komponenten im Laufe des vergangenen Jahres deutlich gestiegen, und ein Ende ist auch in diesem Jahr nicht in Sicht. Analysten wie IDC rechnen frühestens ab 2027 mit einer Trendwende. Besonders stark betroffen sind Geräte der Einsteigerklasse, da dort der prozentuale Anteil der Speicherchips an den Gesamtkosten höher ist als bei teureren Smartphones. Zudem lassen sich Preissteigerungen in diesem Segment schwieriger an die Endkunden weitergeben als bei Highend-Modellen. Entsprechend verbauen manche Hersteller ihre verfügbaren Chipbestände bevorzugt in höherpreisigen Geräten und vernachlässigen das günstige Segment.

Die Hauptursache für die Knappheit, insbesondere bei DRAM-Speicher, ist die Konkurrenz durch KI-Hyperscaler wie Amazon, Google oder Microsoft. Diese setzen in ihren rasant wachsenden Rechenzentren vor allem Hardware von Nvidia ein, die große Mengen an Speicherchips der Hersteller SK Hynix und Samsung benötigt. Diese Kapazitäten stehen der Smartphone-Industrie dadurch entweder nicht mehr zur Verfügung oder werden aufgrund der Konkurrenz um die knappe Ressource deutlich teurer. Hinzu kommt, dass Chiphersteller ihre Fabriken zunehmend auf die Produktion der lukrativeren KI-Chipsets ausrichten, während die Kapazitäten im vergleichsweise einfachen Speicherbereich für Smartphones und PCs zurückgefahren wurden.

Während Apple und Samsung aufgrund ihrer Größe, langfristiger Lieferverträge und eines starken Oberklassesegments voraussichtlich noch vergleichsweise gut durch diese Phase kommen, stellt die Chipknappheit vor allem für kleinere Hersteller ein Problem dar. Sie haben nur begrenzte Möglichkeiten, weniger Speicher zu verbauen oder an anderen Komponenten wie Kamera oder Prozessor zu sparen. Auch die Zulieferer spüren die Entwicklung: So rechnete Qualcomm-CEO Cristiano Amon bei der Vorstellung der Quartalszahlen in der vergangenen Woche mit negativen Auswirkungen auf die gesamte ITK-Branche sowie sinkenden Verkaufszahlen der Snapdragon-Prozessoren.

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