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Lesedauer 3 Min.

Bundesnetzagentur legt Drei-Phasen-Plan vor

Die Bundesnetzagentur hat einen konkreten Plan für die schrittweise Abschaltung von DSL-Anschlüssen in Deutschland vorgestellt. Grund dafür ist die parallele Nutzung von Kupfer- und Glasfasernetzen, die als unwirtschaftlich gilt.
© (Quelle: Deutsche Telekom)

Aktuell nutzen noch rund 24 Millionen Haushalte in Deutschland DSL-Anschlüsse über das Kupfernetz. Gleichzeitig wird das Glasfasernetz von allen Betreibern ausgebaut, es gilt als das Netz der Zukunft. Die Bundesregierung hat darüber hinaus schon vor geraumer Zeit die Förderung von DSL eingestellt, es gibt keine Anreize mehr für Investitionen in diese Technik, die schlicht in die Jahre gekommen ist.

Allerdings ist es unwirtschaftlich, Kupfer und Glasfaser parallel zu betreiben. Deshalb ist das Vorhaben, Kupfer sukzessive abzuschalten. Die Bundesnetzagentur hat nun einen Drei-Phasen-Plan dafür vorgestellt. Der Kernpunkt des Impulspapiers der Bundesnetzagentur ist der rechtliche Rahmen nach § 34 Telekommunikationsgesetz. Dort werden auch die drei Phasen des Übergangsprozesses erklärt.

Freiwillige Migration: In der ersten Phase setzt man darauf, dass sich die beste Technik mit passenden Angeboten durchsetzt und möglichst viele Haushalte freiwillig die DSL-Verträge kündigen und auf Glasfaser umsteigen. Netzbetreiber vermarkten ihre Produkte, auch in Vorleistung für andere Anbieter, nach dem Open-Access-Prinzip.

Umstiegsplan: Sind genügend Haushalte in einem Gebiet auf Glasfaser umgestiegen, kann der Netzbetreiber einen Abschaltplan bei der Bundesnetzagentur einreichen. Der wird geprüft und es werden Kündigungs- und Migrationsbedingungen festgelegt. Die Unterlagen werden dann veröffentlicht und es besteht die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen. Anschließend trifft die Bundesnetzagentur ihre Entscheidung für die Migration in den einzelnen Gebieten.

Abschaltung: Die dritte Phase umfasst die Abschaltung der Kupfernetze und den Abschluss der Migration. Endkunden sollen mit genügend Vorlauf über die Pläne und alternative Produkte informiert werden. Das Kupfernetz soll erst dann abgeschaltet werden, wenn alle Haushalte ordnungsgemäß migriert sind.

Wann die Abschaltung letztlich stattfinden kann, ist noch ungewiss. Zudem gilt der Plan aktuell noch als Diskussionsbasis, die Marktteilnehmer wurden jetzt zur Stellungnahme aufgefordert. Der Prozess kann sich also noch hinziehen.

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