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Amazon will seinen Satellitendienst schon dieses Jahr starten

Das Amazon-Projekt "Leo" ist der Aufbau eines eigenen Internetdienstes via Satellit vor allem als Konkurrenz zu Starlink. Jetzt erklärte der Konzern, dass die erste Ausbaustufe mit fast 400 Satelliten im Orbit erreicht wurde und der kommerzielle Start bevorstehe.
Rakete von Amazon
© Amazon

Noch dieses Jahr will Amazon sein Internetangebot "Leo" über das eigene Satellitennetzwerk starten. Das erklärte der Leo-Chef Chris Weber gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. In welcher Region die ersten Dienste angeboten werden sollen, wurde noch nicht mitgeteilt. Laut Reuters gehe die Abdeckung wahrscheinlich von den beiden Polen aus schrittweise nach Norden und Süden Richtung Äquator.

Mit dem erfolgreichen Start von 29 Satelliten in Florida vergangene Woche seien nunmehr 394 Satelliten im All und damit die erste Ausbaustufe erreicht, heiß es weiter. Insgesamt sollen 3.200 Satelliten eine weltweite Abdeckung ermöglichen, aktuell sind rund 100 weitere Raketenstarts bei mehreren Anbietern gebucht. Die Amazon-Satelliten sind in einer niedrigen Umlaufbahn (Low Earth Orbit oder LEO) unterwegs. 

Damit gibt es erstmals eine starke Konkurrenz für Starlink, den Sat-Betreiber von Elon Musks Space-X, der bereits rund 10.000 Satelliten im All hat und  Millionen Kunden bedient. Leo will ebenfalls Internet über seine Verbindungen anbieten, die bis zu einem Gigabit Downlink-Tempo erreichen sollen. Neben Privatkunden sind vor allem Unternehmen wie Fluggesellschaften und Regierungen die Zielgruppe. Über die Preise für Nutzer ist noch nichts bekannt, doch Amazon nennt "Erschwinglichkeit" als ein zentrales Element des Konzepts.

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