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Lesedauer 3 Min.

Aktivierungsrate von Glasfaseranschlüssen steigt

Noch immer nutzen viele Haushalte ihre vorhandenen Glasfaseranschlüsse gemäß einer Umfrage von Verivox nicht. Die Quote der Verweigerer nimmt aber zumindest ab.
Glasfaserkabel vor Haus
© ChatGPT

Mehr als jeder fünfte deutsche Haushalt hat einen Glasfaseranschluss, nutzt diesen aber nicht. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Glasfaser-Monitor des Vergleichsportals Verivox, der jährlich im Form einer Onlineumfrage erstellt wird. Zumindest ist der Trend positiv: 2024 ließen noch 32 Prozent der Haushalte einen vorhandenen Anschluss brachliegen, aktuell verzichten 22 Prozent auf die Aktivierung. 

24 Prozent der Befragten geben an, bereits mit einem Glasfaseranschluss zu surfen, vier Prozent mehr als 2024. Gefragt nach ihren Beweggründen für die Bestellung von Glasfaser sagen 33 Prozent, dass in der Straße gerade ausgebaut werde und sich daraus Vorteile ergeben. Dieser Punkt ist für Bewohner ländlicher Regionen noch bedeutsamer als für Städter. An zweiter Stelle werden die grundsätzlichen Vorteile der Technik genannt – etwa höhere Geschwindigkeiten und stabilere Verbindungen. Die mit 17 Prozent dritthäufigste Nennung spielt erneut auf eine gute Gelegenheit an, die man habe nutzen wollen ("dabei sein und sich später nicht separat kümmern müssen"). Weitere 14 Prozent geben an, ein gutes Angebot gefunden und genutzt zu haben. Jeweils 15 Prozent haben Glasfaser bestellt, weil ihre Web-Nutzung eine schnelle und stabile Leitung erfordere oder weil sie mit ihrem bisherigen Anschluss unzufrieden waren. Andere Faktoren wie das Aufwerten der eigenen Immobilie oder die Hoffnung auf einen Anbieter mit besserem Service spielten für maximal zehn Prozent der Befragten eine Rolle.

Längere Wartezeiten auf den Anschluss

Wer sich für Glasfaser entschieden hat, muss auf die Schaltung des Anschlusses oft länger warten als von DSL oder Kabel gewohnt. Das gilt insbesondere in Dörfern oder kleineren Landgemeinden: 29 Prozent der Landbewohner warteten nach der Ausbauzusage länger als ein Jahr, bis ihr Anschluss nutzbar war – in Großstädten mussten nur 19 Prozent der Kunden so lange warten. Allerdings nehmen auch dort Verzögerungen merklich zu: 2024 gaben in Großstädten nur acht Prozent an, länger als ein Jahr auf ihren Anschluss gewartet zu haben.

Trotz solcher Hürtden können sich 52 Prozent der Befragten einen Wechsel zurück zu DSL oder Kabel nicht vorstellen. Der Hauptgrund: Die Vorteile von Glasfaser seien im Vergleich zu den herkömmlichen Techniken bestechend – das sagen 39 Prozent. 12 Prozent würden selbst bei moderat steigenden Kosten bleiben. 35 Prozent der befragten Glasfaserkunden sind bei der Deutschen Telekom. Auf Platz zwei findet sich Vodafone mit elf Prozent. Andere bekannte Anbieter wie O2, M-net, 1&1 oder EWE kommen lediglich auf einstellige Prozentwerte.

Fast jeder zweite DSL- oder Kabelkunde (48 Prozent) würde zudem gerne zu Glasfaser wechseln. 20 Prozent möchten das dagegen nicht, fast ein Drittel ist unschlüssig (32 Prozent). Wer nicht zu Glasfaser wechseln will, begründet dies überwiegend aus Zufriedenheit mit dem jetzigen Anschluss (76 Prozent). Gut jeder Vierte scheut einen Umstieg deshalb, weil er einen hohen organisatorischen Aufwand befürchtet. Berichte über Ausbau-Chaos und Verzögerungen halten ebenso wie 2024 nur vereinzelt vom Wechsel zu Glasfaser ab.

 

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