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Lesedauer 3 Min.

Zoom erweitert Workplace-Plattform um KI-Agenten

Künstliche Intelligenz übernimmt bei Zoom künftig eine aktivere Rolle. Neue KI-Agenten sollen Arbeitsabläufe automatisieren und Aufgaben aus Meetings, Chats und Unternehmensanwendungen übernehmen. Zudem ergänzt der Anbieter sein Portfolio um eine On-Premises-Lösung für regulierte Unternehmen.
KI-Agenten für Zoom Workplace

KI-Agenten sollen in Zoom Workplace wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Arbeitsabläufe über verschiedene Unternehmensanwendungen hinweg unterstützen

© ChatGPT

Zoom hat seine Workplace-Plattform um neue KI-Funktionen erweitert. Im Mittelpunkt stehen sogenannte KI-Agenten, die als Teil von ZoomMate Arbeitsabläufe automatisieren und Nutzer bei der Bearbeitung von Aufgaben unterstützen sollen. Gleichzeitig führt das Unternehmen mit Zoom AI On-Prem eine Variante ein, die sich an regulierte Branchen und Unternehmen richtet, die KI-Funktionen innerhalb ihrer eigenen Infrastruktur betreiben möchten.

Die KI-Agenten sind direkt in Zoom Workplace integriert und greifen auf Informationen aus Meetings, Chats, Notizen sowie angebundenen Unternehmensanwendungen zu. Auf dieser Grundlage sollen sie Informationen recherchieren, Folgeaufgaben koordinieren, Inhalte erstellen und Arbeitsabläufe über verschiedene Systeme hinweg anstoßen. Ziel ist es, den manuellen Aufwand für wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren und Entscheidungen schneller in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Zu den Funktionen gehört unter anderem das Auffinden relevanter Informationen aus Gesprächen und verbundenen Anwendungen. Darüber hinaus können die KI-Agenten Aufgaben zuweisen, Datensätze aktualisieren oder erste Entwürfe für Präsentationen, Berichte, Projektpläne oder Angebote erstellen. Die Agenten lassen sich direkt in Zoom Chat einsetzen und können auch bestehenden Chat-Kanälen hinzugefügt werden.

Nach Angaben von Zoom können die KI-Agenten Informationen aus verschiedenen Geschäftsanwendungen einbeziehen. Unterstützt werden unter anderem Salesforce, ServiceNow, Google Drive, Confluence, Box und OneDrive. Dadurch sollen Mitarbeitende weniger Zeit mit der Suche nach Informationen verbringen und Arbeitsprozesse systemübergreifend steuern können.

ZoomMate ist ab sofort für Online- und Direktkunden verfügbar. Der Einstiegspreis liegt laut Hersteller bei 20 US-Dollar pro Nutzer und Monat einschließlich KI-Credits.

On-Premises-KI für regulierte Unternehmen

Parallel erweitert Zoom sein Angebot um Zoom AI On-Prem. Die Lösung richtet sich an Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz, Compliance und Datenresidenz, etwa im Gesundheitswesen, bei Behörden oder in der Finanzbranche. KI-Funktionen wie Untertitel und Transkriptionen werden dabei innerhalb der eigenen Infrastruktur oder einer privaten Cloud verarbeitet, sodass sensible Daten das Unternehmen nicht verlassen müssen. Die Lösung basiert auf der Zoom-Node-Architektur und soll im Laufe des Jahres um weitere Funktionen wie Übersetzungen, Meeting-Zusammenfassungen, Fragen und Antworten sowie eine agentenbasierte Suche ergänzt werden.

Mit den Neuerungen positioniert Zoom seine Workplace-Plattform stärker als Arbeitsumgebung für KI-gestützte Zusammenarbeit. Der Anbieter verfolgt damit das Ziel, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und Routineaufgaben stärker zu automatisieren.

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