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Lesedauer 3 Min.

Stadtwerke-Netzwerk Thüga nutzt KI-Lösungen der Telekom

Die Thüga AG hat für die in ihrem Netzwerk vertretenen kommunalen Wasser- und Energiedienstleister einen Rahmenvertrag mit der Telekom geschlossen, der diesen die Nutzung von KI-Anwendungen ermöglicht.
Thüga mit Telekom
© Deutsche Telekom/iStock/gopixa; Montage: Evelyn Ebert Meneses

Stadtwerke stehen vor besonderen strukturellen Herausforderungen, die sich aus ihrer Rolle in der kritischen Infrastruktur ergeben. Sie arbeiten mit hochsensiblen und komplexen Daten aus dem Netzbetrieb, dem Kundenmanagement sowie den regulatorischen Prozessen. Deshalb wird die digitale Souveränität für sie unverzichtbar, um Daten, Systeme und Wertschöpfungsketten selbstbestimmt, sicher und nachvollziehbar zu steuern.

Die Thüga AG mit Sitz in München ist ein kommunaler Energie- und Wasserdienstleistungskonzern. Sie ist mit rund 100 Stadtwerken das größte Netzwerk kommunaler Versorger in Deutschland und agiert für diese als Dienstleister. Sie hat jetzt einen Rahmenvertrag mit der Deutschen Telekom geschlossen, der vor allem die Nutzung von KI-Services durch die Mitglieder ermöglichen soll.

Im Kern stehen GPT-Anwendungen für Unternehmen speziell für die Verarbeitung sensibler Daten. Diese sogenannten Enterprise-GPT-Lösungen sollen die Stadtwerke bei der Automatisierung sich wiederholender Standardaufgaben unterstützen. Die Datenverarbeitung erfolgt dabei ausschließlich im europäischen Rechtsraum, unter anderem auf der souveränen deutschen T Cloud Public. Die Lösungen sind datenschutzkonform, revisionssicher und sollen die Daten im Unternehmen halten.

Damit sich nicht jedes Stadtwerk eigenverantwortlich um die Integration von KI in den Systemen kümmern muss, stellt die Thüga über den Rahmenvertrag zentrale und souveräne KI-Lösungen zur Verfügung. Die Beschäftigten können diese Enterprise GPTs in natürlicher Sprache befragen und Aufgaben automatisieren. Die Large-Language-Modelle haben Zugriff auf internes, unternehmensspezifisches Wissen. Das Enterprise GPT soll so seinen menschlichen Kollegen jederzeit als Branchenexperte zur Verfügung stehen. Es unterstützt als Fachlexikon für die Stadtwerke, außerdem bei der intelligenten Dokumentenverarbeitung oder der Analyse von Daten. So sollen Beschäftigte von repetitiven Standaufgaben entlastet werden und Zeit gewinnen, sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren. 

Die Lösungen lassen sich laut der Telekom für eine Vielzahl von Aufgaben für die angeschlossenen Stadtwerke nutzen. Einige Beispiele:

- Wissensassistenz: Chat zu Arbeitsanweisungen, Betriebsdokumentation, Zusammenfassungen langer Dokumente inklusive Quellenverweisen
- Schreib-Assistenz: Entwürfe für interne Dokumente, Bescheide, Antwortentwürfe für Kundenkommunikation, Pressemitteilungen
- Backoffice: Leistungsbeschreibungen, Konzepterstellung, Angebotsvergleiche, Schulungsunterlagen, FAQ, Kundenprofile 

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